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20 Animations-Stile mit Claude Code: alle Prompts
Von ASCII-Art über Split-Flap bis Partikel: die 20 Stil-Karten aus meinem Video als Prompts für Claude Code, plus Werkstatt-Setup und eine Vorlage für deinen eigenen Stil.
Stand 10. Oktober 2026 · Zum Reel
Jede der 20 Animationen aus meinem Video hat Claude Code mit Opus 5.5 gebaut, als kleines Stück Code, das Bild für Bild gerendert wird. Hier sind alle 20 Prompts dazu, abgeleitet aus dem Code der fertigen Karten, mit Motiv, Farben, Ablauf und der Technik, an der man den Stil erkennt.
Du richtest einmal eine Werkstatt ein, danach kopierst du einen Prompt und bekommst eine fertige MP4. Format und Länge stehen in jedem Prompt in eckigen Klammern, die änderst du einfach.
Was du brauchst
Claude Code mit einem Pro-, Max-, Team- oder Enterprise-Konto. Mit dem kostenlosen Claude-Plan geht es nicht.
Opus 5.5 als Modell. Das stellst du in Claude Code mit /model ein.
Node.js in der LTS-Version von nodejs.org, aktuell Version 24. Ob es schon installiert ist, siehst du im Terminal mit node --version.
Alles andere installiert Claude im nächsten Schritt selbst in den Ordner: Playwright mit einem eigenen Chromium, das die Bilder rendert, und ffmpeg, das daraus das Video macht. Plan dafür knapp 1 GB Platz ein, Admin-Rechte brauchst du nicht.
Die Werkstatt einrichten
Leg einen leeren Ordner an, zum Beispiel stil-werkstatt, starte Claude Code darin und füg diesen Prompt ein:
Richte mir in diesem Ordner eine Werkstatt für animierte Stil-Karten ein. Ich beschreibe dir später einen Animations-Stil, du baust ihn komplett als Code und legst mir am Ende eine fertige MP4 in den Ordner.
So soll die Werkstatt funktionieren:
Jede Karte ist eine HTML-Seite und bekommt einen eigenen Unterordner. Eine Funktion renderAt(t) zeichnet das Bild für den Zeitpunkt t in Sekunden, mit Canvas, SVG oder HTML-Elementen, je nachdem, was der Stil braucht. Wo ein Stil echtes 3D-Licht braucht, nutzt die Karte WebGL mit einem eigenen Shader. Keine Animation in Echtzeit, keine Bildschirmaufnahme. Zufall nur mit festem Seed, damit jeder Durchlauf gleich aussieht.
Standard für jede Karte: 1080 × 1080, 3 Sekunden, 60 Bilder pro Sekunde. Nenne ich im Prompt eine andere Länge, verschiebst du alle Zeitangaben aus dem Prompt im selben Verhältnis. Bei einem anderen Format ordnest du das Motiv für das neue Seitenverhältnis neu an. Die Karte füllt das ganze Bild mit ihrem eigenen deckenden Hintergrund. Schon das erste Bild zeigt Bewegung, der Höhepunkt kommt spätestens zur Hälfte, danach lebt die Karte bis zum letzten Bild weiter. Kein Ausblenden am Ende.
Ein Render-Skript in Node, das für alle Karten gleich ist, öffnet die Seite mit Playwright in Chromium, ruft renderAt für jedes einzelne Bild auf, macht einen Screenshot und schickt die Bilder direkt an ffmpeg. Ausgabe als MP4 in H.264 mit yuv420p und BT.709, damit sie überall abspielt und die Farben stimmen. Die MP4 landet im Unterordner der Karte.
Für Motion Blur rendert das Skript pro Bild vier Zwischenbilder innerhalb einer halben Bilddauer und legt sie übereinander. Jede Karte kann den Blur abschalten. Stile, die in harten Schritten springen, laufen ohne Blur: Pixel, wechselnde Zeichen, getippter Text, Fallblätter, Bildrauschen.
Vor jedem finalen Render gibt es ein Kontaktblatt: 12 Bilder über die ganze Länge verteilt, als Raster in einem JPG. Das schaust du dir selbst an und besserst nach, bevor du renderst. Die wichtigste Frage dabei: Erkennt man den Stil auf einen Blick? Leg außerdem ein Standbild vom Höhepunkt als PNG in den Unterordner.
Farben, Motiv und Ablauf stehen in meinem Prompt, halte dich genau daran. Was der Prompt offen lässt, entscheidest du im Sinne des Stils. Lade drei freie Schriften als Dateien in einen Ordner fonts: Space Grotesk, Inter und JetBrains Mono. Verlangt ein Stil eine andere Anmutung, arbeitest du mit Gewicht, Größe und Laufweite dieser drei.
Installier alles, was geht, lokal in diesem Ordner, auch das Chromium von Playwright (über PLAYWRIGHT_BROWSERS_PATH in einen Unterordner). Für ffmpeg nimmst du das npm-Paket ffmpeg-static, dann muss ich nichts systemweit installieren. Fehlt Node.js auf meinem Rechner, sag mir, wie ich es installiere, und warte.
Schreib diese Regeln und die Befehle zum Rendern in eine CLAUDE.md in diesem Ordner, damit du sie bei jeder neuen Karte wieder befolgst.
Zum Schluss bau eine Testkarte: Ein roter Ball fällt auf hellem Grund ins Bild, springt zweimal mit Stauchen und Strecken, wird beim dritten Aufprall zu einem Quadrat und wackelt danach aus. Render sie als MP4 und sag mir, wo sie liegt.
Claude fragt dich zwischendurch ein paar Mal, ob es Befehle ausführen darf, etwa für die Installation. Die bestätigst du. Nach rund zehn Minuten liegen im Ordner ein Render-Skript, eine CLAUDE.md mit den Regeln und deine Testkarte als MP4. Ab jetzt startest du jede Karte in diesem Ordner, Claude Code liest die CLAUDE.md bei jedem Start automatisch mit.
Hast du schon die Werkstatt aus meinem Guide zu Motion Graphics, brauchst du keine zweite. Gib ihr in diesem Ordner einfach die Regeln für Stil-Karten dazu:
Ergänze die CLAUDE.md um einen Abschnitt Stil-Karten: Standard 1080 × 1080, 3 Sekunden, 60 Bilder pro Sekunde. Nenne ich eine andere Länge, verschiebst du alle Zeitangaben aus dem Prompt im selben Verhältnis. Jede Karte füllt das Bild mit ihrem eigenen deckenden Hintergrund, zeigt ab dem ersten Bild Bewegung, hat den Höhepunkt spätestens zur Hälfte und lebt bis zum letzten Bild weiter, ohne Ausblenden. Farben stehen im Prompt und gelten statt der Fünf-Farben-Regel. WebGL mit eigenem Shader ist erlaubt, wo ein Stil echtes 3D-Licht braucht. Stile mit harten Schritten (Pixel, wechselnde Zeichen, getippter Text, Fallblätter, Bildrauschen) laufen ohne Motion Blur. Beim Kontaktblatt prüfst du zuerst, ob man den Stil auf einen Blick erkennt.
Warum die Werkstatt so arbeitet, mit Motion Blur aus Zwischenbildern und Kontaktblatt vor dem Render, steht im Motion-Graphics-Guide unter „Die vier Regeln dahinter“.
Die 20 Prompts
Die Reihenfolge ist die aus dem Video. Kopier einen Prompt, schick ihn ab, und nach ein paar Minuten liegt die Karte als MP4 in ihrem Unterordner. Die Farben sind die der fertigen Karten. Willst du andere, tausch die Hex-Werte aus.
1. ASCII-Art. Ein Donut aus Zeichen dreht sich im Raum, die Helligkeit steckt allein in der Wahl des Zeichens.
Stil-Karte ASCII-Art, [1080 × 1080], [3 Sekunden].
MOTIV: ein Torus, also ein Donut, aus Monospace-Zeichen, der sich im Raum dreht, wie das bekannte donut.c. Grobes Raster mit etwa 26 Spalten und 18 Zeilen, damit man auf dem Handy einzelne Zeichen erkennt und kein Punktmuster.
FARBEN: Grund fast Schwarz #050505. Zeichen Hellgrau #E6E6E6, je heller die Stelle, desto deckender, die hellsten Stufen reinweiß. Nur die allerhellsten Glanzstellen in Orange #DA7756.
ABLAUF: In den ersten 0,8 Sekunden springt jede Zelle zu einem eigenen Zeitpunkt von zufälligen Zeichen auf ihr echtes Zeichen, der Donut löst sich so aus dem Rauschen. Er dreht durchgehend um seine Achse und kippt dabei nur leicht hin und her, damit das Loch immer zu sehen ist.
TECHNIK: Torus pro Bild in 3D berechnen, mit Tiefenpuffer pro Zelle und Lichtwert aus der Flächennormale. Helligkeit auf die Zeichenrampe .:-=+*#%@ abbilden. JetBrains Mono Bold. Kein Motion Blur.
2. Comic. Rasterpunkte, Speedlines und ein Zackenstern mit dicker Kontur, der mit Wucht einschlägt.
Stil-Karte Comic, [1080 × 1080], [3 Sekunden].
MOTIV: ein Comic-Panel mit dicker schwarzer Kontur, drumherum ein schmaler weißer Seitenrand. Im Panel gelber Grund mit orangen Rasterpunkten, schwarze Speedlines als schmale Keile von außen zur Mitte. In der Mitte ein roter Zackenstern mit weißem Außenring, schwarzer Kontur und hartem schwarzem Versatzschatten, darauf „ZACK!“ in gelben Buchstaben mit dicker schwarzer Kontur. Oben links ein weißer Erzählkasten „PLÖTZLICH…“.
FARBEN: Gelb #FFD23F, Rot #E2342B, Schwarz #141414, Weiß, Rasterpunkte #F0A22E.
ABLAUF: Die Speedlines ziehen sich bis 0,6 Sekunden zur Mitte zusammen. Der Stern springt von 0,2 bis 0,7 Sekunden mit Überschwinger und leichter Drehung rein, die Buchstaben springen einzeln nach. Beim Einschlag wackelt das Panel kurz und klingt ab. Ab 1 Sekunde klappt der Erzählkasten von links rein. Danach zittern Speedlines und Buchstaben in Zeichenschritten, 12 pro Sekunde, wie von Hand gezeichnet, und die Rasterpunkte wandern langsam.
TECHNIK: SVG für Stern, Schrift und Speedlines, Space Grotesk Bold. Kein Motion Blur.
3. Pixel-Art. Ein Herz wie aus einem Konsolenspiel, harte Pixelkanten und Bewegung in Zwei-Bild-Schritten.
Stil-Karte Pixel-Art, [1080 × 1080], [3 Sekunden].
MOTIV: ein Pixel-Herz wie aus einem Konsolenspiel, 13 × 12 Pixel, mit schwarzer Kontur, roter Füllung, dunkelrotem Schatten rechts unten und weißem Glanz oben links. Es steht auf einem Grasboden. Grobes Raster mit 20 Spalten über die ganze Breite, der Himmel ist als Schachbrett aus zwei Blautönen sichtbar. Oben links eine kleine Pixelwolke.
FARBEN: Himmel #5C94FC und #6299FC, Herz #E2463F, Schatten #9E2B36, Kontur #0B0B14, Gras #5DBE45 mit hellen Halmen #9CDB62, Erde #2E8A3E und #226C31, Funken #FFD23F, Wolke Weiß.
ABLAUF: Bis 1,1 Sekunden baut sich das Herz Pixel für Pixel diagonal von oben links auf, jedes neue Pixel blitzt ein Bild lang weiß. Danach hüpft es alle 0,2 Sekunden zwei Pixel hoch und wieder runter, mit Pixelschatten am Boden, solange es oben ist. Hinter dem Herz steigt „1UP“ in Pixelschrift in groben Stufen auf, vier gelbe Plus-Funken blinken um das Herz. Der Boden scrollt nach links, die Wolke rückt alle 0,5 Sekunden einen halben Pixel weiter.
TECHNIK: alles auf dem Pixelraster, keine Kantenglättung, kein Motion Blur.
4. Liquid Morph. Eine weiche Form fließt durch drei Formen und schwappt dabei nach wie Flüssigkeit.
Stil-Karte Liquid Morph, [1080 × 1080], [3 Sekunden].
MOTIV: eine weiche Form in der Mitte fließt vom Kreis zum fünfzackigen Stern mit runden Spitzen, weiter zum abgerundeten Quadrat und zurück Richtung Kreis. Drei dünne dunkle Konturlinien laufen der Form zeitversetzt und etwas größer hinterher.
FARBEN: Grund warmes Off-White #F3EFE7 mit feinem Punktraster #DDD6CA. Füllung als linearer Verlauf von Koralle #F2765C über #CF5F57 zu Petrol #17707A, die Verlaufsrichtung dreht langsam mit. Konturen #123A40, nach außen immer blasser. Innen oben links ein ganz schwaches weißes Licht, kein Leuchten nach außen.
ABLAUF: drei Übergänge, etwa 0,1 bis 1,0 Sekunden, 1,25 bis 2,1 Sekunden und 2,35 bis 3 Sekunden, dazwischen kurz Halten. Während jedes Übergangs schwappt der Rand in Wellen nach, die Form dreht sich langsam und ist nie ganz still.
TECHNIK: jede Form als Radius pro Winkel mit rund 700 Punkten, den Stern über einen gleitenden Mittelwert runden. Morphen heißt zwischen den Radien interpolieren, plus Sinuswellen auf dem Rand für das Flüssige.
5. Glassmorphism. Milchglas über klaren Farbkreisen: durch das Glas weich, daneben scharf.
Stil-Karte Glassmorphism, [1080 × 1080], [3 Sekunden].
MOTIV: eine Milchglas-Karte mit runden Ecken und feinem hellem Rand gleitet über klar umrissene Farbkreise. Durch das Glas sind die Kreise weichgezeichnet, daneben scharf. Auf dem Glas klein „FOKUS“ in Mono, groß „Milchglas“, darunter „Unschärfe aus“ und rechts daneben ein Schalter.
FARBEN: Grund tiefes Petrol als Verlauf von #0F5059 zu #08333A. Vier Kreise in Koralle #F2765C, Bernstein #F2B33D und Mint #86D9BF. Glas Weiß mit 10 bis 26 Prozent Deckkraft, Rand Weiß mit 42 Prozent.
ABLAUF: Die Kreise wachsen in den ersten 0,8 Sekunden auf und treiben danach langsam auf eigenen Bahnen. Das Glas gleitet bis 1,1 Sekunden schräg von unten links herein und schwebt danach leicht. Bei 1,3 Sekunden springt der Schalter um, die Spur füllt sich bernsteinfarben, und der Text wechselt auf „Unschärfe an“.
TECHNIK: HTML-Elemente statt Canvas, das Glas über backdrop-filter mit blur und etwas mehr Sättigung. Schriften JetBrains Mono, Space Grotesk Bold und Inter.
6. Kinetic Type. Nur Schrift, aber alles in Bewegung: Wörter knallen rein, klappen hoch und wechseln im Takt die Farbe.
Stil-Karte Kinetic Type, [1080 × 1080], [3 Sekunden].
MOTIV: drei Zeilen fette Grotesk über die volle Breite: „TYPO“, „IN“ mit einem Balken rechts daneben, „BEWEGUNG“. Jedes Wort füllt die Breite genau aus.
FARBEN: Rot #E3241B, Weiß, Schwarz #0B0B0B, sonst nichts.
ABLAUF: „TYPO“ knallt groß in die Mitte und rückt bei 0,5 Sekunden in die erste Zeile. „IN“ klappt aus der Liegenden hoch, der Balken schießt nach rechts. Ab 1 Sekunde steigt „BEWEGUNG“ Buchstabe für Buchstabe aus einer Maske auf. Alle 0,5 Sekunden ein harter Farbwechsel: Hintergrund und Wörter tauschen zwischen Rot, Weiß und Schwarz, Anfang und Ende stehen auf Rot. Ab 1,5 Sekunden gibt jeder Taktschlag den Wörtern einen kleinen Kick, und eine Welle läuft durch „BEWEGUNG“ bis zum letzten Bild.
TECHNIK: Space Grotesk Bold mit enger Laufweite. Text über die Schriftgröße skalieren, nicht über transform scale, sonst rastert Chromium unruhig.
7. Wireframe 3D. Ein Drahtgitter-Körper in echter Perspektive, die hinteren Kanten dünner und blasser.
Stil-Karte Wireframe 3D, [1080 × 1080], [3 Sekunden].
MOTIV: eine geodätische Kugel als Drahtgitter, ein einmal unterteilter Ikosaeder mit 42 Ecken und 120 Kanten, dreht sich in Perspektive. Innen dreht ein kleiner Oktaeder gegenläufig. Darunter ein Bodengitter in Perspektive, das langsam auf die Kamera zuläuft, und ein weicher grauer Bodenschatten. Unten links ein kleines Achsenkreuz.
FARBEN: Papier #F2EFE8, Linien #111111, der Oktaeder in Orange #F2590F als einziger Farbakzent.
ABLAUF: Die Ecken stehen ab dem ersten Bild als Punkte, die Kanten zeichnen sich bis 1,3 Sekunden von oben nach unten ein. Der Oktaeder wächst ab 0,6 Sekunden mit Überschwinger. Die Kugel dreht am Anfang schnell, läuft dann gleichmäßig weiter und schwebt leicht.
TECHNIK: eigene 3D-Projektion auf Canvas, Kanten nach Tiefe sortiert zeichnen. Hintere Kanten dünner und blasser als vordere, die Ecken als Punkte genauso.
8. Split-Flap. Die Fallblattanzeige vom Bahnhof, jedes Blatt klappt echt durchs Alphabet.
Stil-Karte Split-Flap, [1080 × 1080], [3 Sekunden].
MOTIV: eine schwarze Fallblattanzeige wie am Bahnhof. Kopfzeile „GLEIS 20“ als fester Text links, rechts eine kleine Uhr „21:07“ aus kleinen Blättern. Darunter zwei Zeilen mit je sieben großen Blättern: „ABFAHRT“ und „STIL 08“. Ganz unten eine Statuszeile mit zehn kleineren Blättern: „PÜNKTLICH“, das zehnte Blatt bleibt leer.
FARBEN: Grund #0B0B0C, Gehäuse #121214, obere Blatthälfte #26262A, untere #1E1E21, Zeichen #F1EFE9, auch die Ziffern der Uhr. Bernstein #F2A900 nur für „GLEIS 20“, den Doppelpunkt der Uhr und die fertige Statuszeile.
ABLAUF: Ab dem ersten Bild klappt die ganze Anzeige. Jedes Blatt der zwei großen Zeilen startet 5 bis 10 Zeichen vor seinem Ziel und läuft wie eine echte Anzeige vorwärts durchs Alphabet, Leerzeichen, A bis Z, dann die Ziffern. Die Blätter der Uhr laufen nur durch Ziffern. Die Uhr steht nach 0,5 Sekunden, Zeile 1 klappt versetzt Blatt für Blatt und steht bei 1,0 Sekunden, Zeile 2 läuft ab 0,4 Sekunden und steht bei 1,5 Sekunden. Die Statuszeile zeigt bis dahin „PÜNKTLICH“. Ab 1,6 Sekunden klappt sie von links nach rechts versetzt über ein paar zufällige Zwischenzeichen auf „EINSTEIGEN“, jedes Blatt landet in Bernstein, das rechte kurz vor Schluss. Bei 2,3 Sekunden klappt die Uhr langsamer von 21:07 auf 21:08, ihr Doppelpunkt wechselt die ganze Zeit alle 0,5 Sekunden hart zwischen an und aus.
TECHNIK: Jeder Klappvorgang dauert rund 60 Millisekunden und ist echt animiert: Die obere Hälfte des alten Zeichens kippt nach unten weg und wird dabei dunkler, danach klappt die untere Hälfte des neuen Zeichens herunter. Jedes Blatt hat eine dunkle Trennlinie in der Mitte und kleine Achsen an den Seiten. JetBrains Mono Bold. Kein Motion Blur.
9. Clay 3D. Matte Knetfiguren mit weichem Licht, und ein Knetball, der sich beim Aufprall platt drückt.
Stil-Karte Clay 3D, [1080 × 1080], [3 Sekunden].
MOTIV: matte Knetfiguren auf einer Hohlkehle, der Boden geht weich in die Rückwand über. In der Mitte ein Knetball, links ein Turm aus einer Knetscheibe mit einer Kugel obendrauf, rechts vorne ein liegender Donut, hinten rechts eine schräg stehende Kapsel.
FARBEN: Hohlkehle Puderblau von #99B8DE unten zu #ADC9EB oben, fast gleichmäßig hell ausgeleuchtet, damit das Blau nicht grau wird. Ball Koralle #F7806B, Turm unten Mint #80D1B3 und oben Rosa #FAA89E, Donut Butter #FCD673, Kapsel Creme #F7EDDB.
ABLAUF: Der Ball fällt im ersten Bild schon von oben, landet bei 0,5 Sekunden und springt danach durchgehend weiter, mit einem Aufschlag etwa alle 0,85 Sekunden. Beim Aufprall staucht er sich kurz platt und federt nach, im schnellen Fall streckt er sich in die Länge, das Volumen bleibt gleich. Turm und Donut zittern bei jedem Aufschlag kurz mit. Die Kamera fährt dabei ganz langsam ein kleines Stück um die Szene herum.
TECHNIK: WebGL-Fragment-Shader mit Raymarching über Signed Distance Fields, Licht von oben links vorne. Weiche Schatten, Ambient Occlusion, mattes Wrap-Licht ohne Glanzpunkte, ein warmer Saum am Übergang zum Schatten und feine, schwache Fingerdellen über Rauschen in der Normalen. Den Schatten auf eine Figur werfen nur die anderen Figuren, ihre eigene Schattenseite macht das weiche Wrap-Licht, sonst entstehen harte Kanten. Canvas in doppelter Größe rendern gegen Treppenkanten.
Diese Karte rendert deutlich länger als die anderen, weil der Shader im Render-Browser ohne Grafikkarte läuft. Rechne mit zehn Minuten und mehr, das ist normal.
10. Halftone. Zweifarbiger Druck, bei dem nur die Größe der Punkte das Bild macht.
Stil-Karte Halftone, [1080 × 1080], [3 Sekunden].
MOTIV: eine große Kugel aus schwarzen Rasterpunkten im 45-Grad-Raster, wie ein zweifarbiger Pop-Art-Druck. Licht von oben links: Dort sind die Punkte winzig, auf der Schattenseite groß. Darunter ein Schlagschatten nach unten rechts aus Punkten, der Hintergrund wird nach unten etwas dichter. Eine Kreislinie als Kontur der Kugel und Passermarken in den zwei linken Ecken wie am Rand eines Druckbogens.
FARBEN: Papier Orange #FF7A1A, Tinte #121212. Nur diese zwei.
ABLAUF: Der Druck läuft bis 0,9 Sekunden diagonal von oben links ein, die Punkte springen mit Überschwinger auf, die Kontur der Kugel zeichnet sich mit. Danach laufen Ringe aus dem Lichtpunkt der Kugel nach außen durch die Punktgrößen, am stärksten bei 1,4 Sekunden, und das Licht wandert langsam über die Kugel.
TECHNIK: Punktradius aus dem Tonwert über die Quadratwurzel, damit die Fläche stimmt. Auf der Kugel höchstens rund 70 Prozent Deckung, damit die Schattenseite Raster bleibt und nicht schwarz zuläuft.
11. Isometrisch. Eine Mini-Stadt ohne Fluchtpunkt, jeder Block mit drei Flächen in drei Helligkeiten.
Stil-Karte Isometrisch, [1080 × 1080], [3 Sekunden].
MOTIV: eine kleine Stadt auf einer isometrischen Platte mit 5 × 5 Feldern, vorne eine Straße mit gestrichelter Mittellinie. Blöcke in unterschiedlichen Höhen mit Fensterbändern pro Stockwerk, manche mit kleinem Dachaufsatz, dazwischen runde Bäume. Jeder Block zeigt drei Flächen in drei Helligkeiten derselben Farbe.
FARBEN: Grund dunkles Petrol als Verlauf von #1C4650 zu #133640, Wolken #2B5763. Blöcke in Pastell, jeweils oben, links, rechts: Pfirsich #F8CDAE, #EAAA86, #D38E6C, Minze #C4E6D3, #9CCFB6, #7EB59C, Sand #F7E9C8, #E7D0A0, #CEB482, Himmelblau #C7DCF0, #9EC0E2, #80A5CA, Koralle #F5B3A6, #E48F80, #C97566. Platte oben #B9D7AE, Straße #9AA9B5, Bäume #8CC7A0.
ABLAUF: Die Platte senkt sich in den ersten 0,4 Sekunden ein. Danach wachsen die Blöcke einzeln von hinten nach vorn mit Überschwinger aus dem Boden, der letzte steht bei 1,5 Sekunden. Zwei kleine Autos fahren in Gegenrichtung über die Straße, Wolken ziehen, die ganze Stadt schwebt leicht auf und ab.
TECHNIK: echte isometrische Projektion mit Feldern im Verhältnis 2 zu 1. Alles nach Tiefe sortiert zeichnen, damit die Autos richtig hinter und vor den Häusern liegen.
12. Paper Cut. Ausgeschnittene Papierlagen, die nur durch ihre harten Schatten räumlich werden.
Stil-Karte Paper Cut, [1080 × 1080], [3 Sekunden].
MOTIV: eine Landschaft aus sechs ausgeschnittenen Papierlagen: hinten Berge, dann Hügel mit kleinen dreistufigen Tannen, vorne flache Wellen. Darüber ein Pfirsich-Himmel mit Papierwolken und eine Sonne aus zwei Papierscheiben.
FARBEN: Himmel als Verlauf von #FCE8D4 über #F9CFAE zu #F5B893. Lagen von hinten nach vorn #BFE3C4, #93CB9E, #68AE79, #46905A, #2E7043, #1C5230. Sonne #F0955E mit Innenscheibe #E2703F, Wolken #FBF3E6.
ABLAUF: Die Lagen schieben sich nacheinander von unten ein, jede etwa 0,1 Sekunden nach der vorigen. Die Sonne steigt bis 1,5 Sekunden hinter den Bergen auf. Danach ziehen die Lagen seitlich in Parallaxe, die vorderen schneller als die hinteren, und die Wolken treiben.
TECHNIK: Jede Lage wirft einen harten, engen, dunklen Schatten nach oben auf die Lage dahinter, sonst liest es sich nicht als Papier. Oben an jeder Lage eine feine hellere Schnittkante. Die Konturen als Summe von Sinuswellen mit festen Phasen.
13. Retro-VHS. Die abgespielte Videokassette: Scanlines, Farbversatz und ein Tracking-Streifen, der durchs Bild wandert.
Stil-Karte Retro-VHS, [1080 × 1080], [3 Sekunden].
MOTIV: eine Kassette läuft im Rekorder. Im Bild ein blauer Retro-Himmel, eine weiße Sonne mit waagrechten Streifen, die nach unten wandern, zwei Bergketten und ein weißes Perspektivgitter am Boden, das auf die Kamera zuläuft. Oben links das Rekorder-Display mit Play-Dreieck und „PLAY“, unten „SP“ und ein laufender Timecode ab 0:47:12:00.
FARBEN: nur Blau und Weiß. Himmel #1236DC bis #2A55F0, Berge #0F2FC0 und #0A24A2, Boden #0C27AE, Sonne von Weiß oben zu #9DB3FF unten, Gitter und Display Weiß.
ABLAUF: In den ersten 0,9 Sekunden rollt das Bild senkrecht durch und rauscht stark, dann rastet es ein. Danach wandert ein Tracking-Streifen von unten nach oben durchs Bild, in dem die Zeilen ausreißen und weißes Rauschen aufblitzt. Der Timecode zählt 25 Bilder pro Sekunde.
TECHNIK: die Szene erst sauber auf ein Hilfs-Canvas zeichnen, dann pixelweise ins sichtbare Canvas kopieren. Dabei die Zeilen leicht seitlich wackeln lassen und die Farbkanäle versetzt lesen: Rot ein paar Pixel verschoben, Grün und Blau mit einem Geisterbild rechts daneben. Rauschen pro Bild, jede zweite Zeilengruppe dunkler als Scanlines, eine dunkle Vignette. Das Display bekommt seinen Farbsaum über versetzte Kopien in Hellblau und Cyan. Kein Leuchten, kein Motion Blur.
14. Topo Lines. Höhenlinien einer Wanderkarte, die langsam nach außen fließen.
Stil-Karte Topo Lines, [1080 × 1080], [3 Sekunden].
MOTIV: eine Wanderkarte mit Höhenlinien. Zwei, drei Hügel und eine Senke, jede fünfte Linie als kräftigere Zähllinie, genau eine Linie in Orange. Ein Kartenrahmen mit Gradstrichen, am höchsten Punkt ein orangenes Gipfeldreieck, unten links ein Nordpfeil mit „N“ auf einem hellen Schild #F7F0DE.
FARBEN: Papier in Kartenbeige, tief #F3EAD3 und hoch etwas wärmer #E3CFA8, Rand außerhalb des Rahmens #E8D9B8. Höhenlinien Braun #92643C mit 75 Prozent Deckkraft, Zähllinien #7A4B27, Akzentlinie #E2671C, Rahmen und Nordpfeil #4A2C17.
ABLAUF: Das Relief wächst bis 1,4 Sekunden aus den Gipfeln heraus, die Linien entstehen dabei aus wenigen Ringen, und die orange Linie liegt als Ring um den Haupthügel. Bei 1,1 Sekunden springt das Gipfeldreieck mit Überschwinger auf. Danach verschieben sich die Höhenstufen langsam, sodass die Ringe um die Gipfel stetig nach außen fließen, und die Hügel driften leicht, von Anfang an.
TECHNIK: Höhenfeld aus ein paar Gauß-Hügeln plus zwei Lagen Value Noise mit festem Seed. Die Linien pro Bild mit Marching Squares auf einem feinen Gitter von etwa 8 Pixeln berechnen. Unter den Linien eine leichte Höhentönung des Papiers.
15. Bauhaus. Kreis, Quadrat, Dreieck in Primärfarben, die in eine strenge Komposition einrasten.
Stil-Karte Bauhaus, [1080 × 1080], [3 Sekunden].
MOTIV: eine Komposition auf Schwarz. Oben links ein großer roter Kreis mit einem schwarzen Halbkreis darin, rechts daneben ein blaues Quadrat. Ein cremefarbener Balken quer über die ganze Karte. Darunter links ein gelbes Dreieck und rechts die Wörter „bau“ und „haus“ untereinander in Creme. Eine dünne senkrechte Konstruktionslinie in Creme.
FARBEN: Grund #121212, Creme #EEE5D1, Rot #D63A2C, Gelb #EDBA22, Blau #2C6BD6.
ABLAUF: Ab dem ersten Bild wischt der Balken von links rein und die Konstruktionslinie wächst. Der Kreis fällt mit Überschwinger von oben, das Quadrat dreht sich um 90 Grad ein, das Dreieck schiebt von links nach. „bau“ und „haus“ steigen nacheinander aus einer Grundlinie auf. Bei 1,4 Sekunden steht alles. Danach dreht sich der Halbkreis im Kreis weiter, und ein kleiner roter Punkt läuft auf dem Balken hin und her.
TECHNIK: Space Grotesk Bold, kleingeschrieben. Nur flache Flächen, keine Verläufe, keine Schatten.
16. Blueprint. Eine technische Zeichnung, die sich mit Maßlinien und Schriftfeld selbst zeichnet.
Stil-Karte Blueprint, [1080 × 1080], [3 Sekunden].
MOTIV: eine Blaupause mit zwei kämmenden Zahnrädern, 16 und 10 Zähne, als technische Zeichnung. Mittellinien und Teilkreise in Strich-Punkt, Naben mit Bohrung und Passfedernut, vier Erleichterungslöcher im großen Rad. Maßlinien mit Pfeilen für den Kopfkreis-Durchmesser und den Achsabstand, die Maßzahlen in Mono. Unten rechts ein Schriftfeld mit „ZAHNRAD“ und „M 1:2 z16“.
FARBEN: Grund #2D6DB5 mit feinem weißem Raster, Linien mit 8 Prozent Deckkraft und jede fünfte mit 20 Prozent. Zeichnung #F3F7FF.
ABLAUF: Ab dem ersten Bild wachsen die Mittellinien, dann zeichnen sich Teilkreise und Zahnräder entlang ihrer Kontur ein wie mit dem Stift. Ab 0,8 Sekunden fahren die Maßlinien aus, Maßzahlen und Schriftfeld tippen sich ab 1,0 Sekunden Zeichen für Zeichen. Bei 1,5 Sekunden ist die Zeichnung fertig. Die Räder drehen von Anfang an langsam und greifen sauber ineinander.
TECHNIK: Konturen über eine wachsende Strichlänge zeichnen. Die Zähne mit Flankenspiel, damit sich die Konturen nie berühren. JetBrains Mono Bold.
17. Art déco. Gold und Schwarz auf Creme, streng symmetrisch, mit einem Fächer, der sich auffaltet.
Stil-Karte Art déco, [1080 × 1080], [3 Sekunden].
MOTIV: ein symmetrischer Sonnenfächer aus 15 Segmenten, abwechselnd Gold und Schwarz, über einer Grundlinie mit gestuftem Sockel aus drei Balken. Zwei cremefarbene Ringe schneiden die Segmente in Bänder, in der Mitte ein goldener Halbkreis. Feine schwarze Strahlen laufen vom Fächer nach außen. Oben eine Raute in einer Raute als Krone mit Stufenlinien links und rechts. Drumherum ein Doppelrahmen mit großen abgeschrägten Ecken und einer dritten kurzen Linie in jeder Ecke, innen feine senkrechte Nadelstreifen.
FARBEN: Creme #F0E7D3, Schwarz #141414, Gold #9A7631, helles Gold #BC9545, Glanz #DCC084.
ABLAUF: Der Rahmen zeichnet sich bis 1 Sekunde ein. Gleichzeitig klappt der Fächer auf: Alle Segmente starten senkrecht übereinander und drehen mit Überschwinger in ihre Lage. Grundlinie und Sockel fahren aus der Mitte aus, die Krone setzt mit einer Drehung ein, die Strahlen wachsen bis kurz vor den Rahmen. Ab 1,3 Sekunden zieht ein heller Glanzstreifen in Schleifen durch die goldenen Segmente, und die Strahlen pendeln leicht.
TECHNIK: SVG. Glanz nur als Farbwechsel der Flächen, kein Verlauf, kein Leuchten.
18. Terminal. Ein Terminalfenster, in dem Claude Code tippt und arbeitet.
Stil-Karte Terminal, [1080 × 1080], [3 Sekunden].
MOTIV: ein dunkles Terminalfenster über die ganze Karte, mit Titelleiste, drei Punkten links und „~/reel“ in der Mitte. In der Eingabezeile wird „claude“ getippt. Darunter erscheint „● Baue 20 Stile“, dann läuft eine Liste mit grünen Haken durch: „01 ascii-art.html“, „02 comic.html“ und so weiter bis „18 terminal.html“, der Bereich scrollt mit. Unten eine Statuszeile mit drehendem Spinner, einem Zähler bis „18/20“ und einem Balken aus zehn Segmenten.
FARBEN: Fenster #15171C, Titelleiste #1F2126, Punkte #D9645A, #E5B33F und #4FB286. Text #E6E6E6, Prompt-Zeichen und Haken Grün #4FB286, „claude“, der Punkt vor der Kopfzeile, Spinner und Balken Orange #DA7756.
ABLAUF: „claude“ wird ab 0,1 Sekunden Zeichen für Zeichen getippt, ein Zeichen alle vier Bilder, mit Block-Cursor dahinter. Enter bei 0,7 Sekunden. Ab 0,9 Sekunden erscheint alle 0,05 Sekunden eine Zeile. Die letzte Zeile bleibt orange mit einem Punkt statt Haken, bis sie bei 2,4 Sekunden fertig ist. Zähler und Balken laufen mit. Danach erscheint eine neue Eingabezeile mit blinkendem Cursor. Der Spinner dreht ab Enter durchgehend.
TECHNIK: JetBrains Mono. Kein Motion Blur, Text springt hart.
19. Neo-Brutalismus. Dicke Konturen, harte schwarze Schatten und ein Button, den man drücken will.
Stil-Karte Neo-Brutalismus, [1080 × 1080], [3 Sekunden].
MOTIV: gelber Grund mit feinem Raster. Eine weiße Karte mit dicker schwarzer Kontur und hartem schwarzem Versatzschatten, darauf ein kleines Etikett „V1.0“ und groß „SHIP IT.“. Unten ein pinker Button „CLICK ME“ mit dicker Kontur und hartem Schatten. Rechts ein runder oranger Sticker mit umlaufender Schrift „MIT CLAUDE · MIT CLAUDE ·“. Dazu ein weißer Mauszeiger mit schwarzer Kontur.
FARBEN: Gelb #FFD43B, Pink #FF8FAB, Schwarz, Weiß, Sticker Orange #DA7756.
ABLAUF: Die Karte fällt mit Überschwinger und leichter Drehung von oben rein, ihr Schatten wächst bei der Landung. Der Sticker springt rein und dreht sich danach gleichmäßig. Der Button fährt von links rein, der Mauszeiger fliegt zu ihm. Bei 1,2 Sekunden der Klick: Der Button rutscht in seinen Schatten, der Schatten schrumpft auf null, acht kurze Striche stoßen nach außen. Bei 2,5 Sekunden ein zweiter Klick.
TECHNIK: alle Schatten hart und schwarz, ohne Weichzeichnung. Space Grotesk Bold.
20. Partikel. Rund tausend Punkte fliegen zusammen und bilden eine Zahl.
Stil-Karte Partikel, [1080 × 1080], [3 Sekunden].
MOTIV: rund tausend Punkte fliegen aus zufälligen Lagen zusammen und bilden die Zahl „20“ in großer fetter Schrift. Im Hintergrund treiben wenige blasse Staubpunkte langsam nach oben.
FARBEN: Grund dunkles Navy #11121B, Punkte Hellgrau #E6E6E6, gut ein Fünftel davon Gold #C8AA6E, Schimmer #DCC084.
ABLAUF: Ab dem ersten Bild treiben die Punkte leicht, dann fliegen sie in Bögen zu ihrem Platz, von links nach rechts versetzt, bis etwa 1,4 Sekunden steht die Zahl. Bei 1,6 Sekunden läuft eine Druckwelle als Ring von der Mitte nach außen und schiebt die Punkte kurz weg. Danach zieht ein goldener Schimmer diagonal über die Zahl, ein zweiter läuft beim letzten Bild noch. Die Punkte funkeln leicht.
TECHNIK: Die Zielpunkte gewinnst du, indem du die Zahl in Space Grotesk Bold unsichtbar auf ein Hilfs-Canvas schreibst und es in einem Raster von etwa 15 Pixeln abtastest. Startlage, Bogen und Verzögerung je Punkt mit festem Seed.
Dein eigener Stil
Mit derselben Gliederung baust du jeden weiteren Stil. Je genauer das Motiv und je klarer die Technik, desto eher sitzt die erste Fassung. Kennst du die Technik nicht, lass Claude sie aussuchen.
Stil-Karte [Name des Stils], [1080 × 1080], [3 Sekunden].
MOTIV: [was zu sehen ist, ein Objekt oder eine kleine Szene, so konkret wie möglich]
FARBEN: [Grundfarbe plus zwei bis vier Farben als Hex-Werte]
ABLAUF: [was bis zum Höhepunkt passiert und was danach bis zum letzten Bild weiterläuft]
TECHNIK: [das Verfahren, das den Stil ausmacht, oder: Such dir das Verfahren aus, an dem man diesen Stil sofort erkennt, und sag mir, welches du nimmst.]
Die Karten haben einen eigenen deckenden Hintergrund. Im Schnittprogramm legst du sie also einfach als Clip über deine Aufnahme, zum Beispiel neben dich ins Bild, wie in meinem Video.
Korrigieren
Liest sich eine Karte nicht sofort als ihr Stil, sag Claude genau das und nenn, woran man den Stil erkennt. Der Rest der Karte bleibt dabei stehen.
Die Karte [Name] liest sich nicht sofort als [Stil]. Erkennbar wird [Stil] an [z. B. den harten Versatzschatten, den Rasterpunkten, der Trennlinie in jedem Blatt]. Schärf genau das nach, Motiv, Farben und Ablauf bleiben. Zeig mir erst ein Kontaktblatt, dann render neu.
Für alles andere gilt dasselbe wie bei längeren Clips: Feedback immer mit Zeitstempel, und sag, was bleiben soll. Wie das geht, steht im Motion-Graphics-Guide unter „Korrigieren wie ein Regisseur“.