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Humanizer: 4 Zeichen, die deinen AI-Text verraten

Der Humanizer-Skill für deinen AI-Agent, die vier typischen Zeichen von AI-Text mit Beispiel und Fix und ein fertiger Prompt zum Überarbeiten in ChatGPT oder Claude.

Stand 30. Oktober 2026

Vier Muster tauchen in AI-Texten immer wieder auf: der lange Gedankenstrich, die Formel „nicht das, sondern das“, das große Drama am Schluss und Sätze aus ein, zwei Wörtern. Hier bekommst du für jedes ein Beispiel und einen Fix, dazu den Skill, der das in deinem AI-Agent für dich erledigt, und einen Prompt für alle, die mit ChatGPT oder Claude im Browser arbeiten.

Wichtig: Ein einzelnes Zeichen beweist gar nichts, denn Modelle haben ihren Stil aus menschlichen Texten gelernt. Aussagekräftig wird es, wenn mehrere Zeichen im selben Text stehen. Beurteil fremde Texte deshalb nie nach einem einzigen Muster.

Den Skill in deinem AI-Agent installieren

Der Skill heißt Humanizer und stammt von Siqi Chen. Er ist kostenlos, MIT-lizenziert, hat auf GitHub über 62.000 Sterne und baut auf der Wikipedia-Seite „Signs of AI writing“ auf. Den Code findest du auf GitHub. Kopier diesen Satz in deinen AI-Agent, zum Beispiel Claude Code, dann installiert er ihn für dich:

Prompt zum Installieren

Installier für dich den Skill aus https://github.com/blader/humanizer so, wie es im README des Repos steht.

Danach rufst du ihn mit /humanizer auf und fügst deinen Text direkt darunter ein. Er prüft 26 Muster, zeigt dir einen ersten Entwurf und eine kurze Kritik und gibt dir dann die finale Fassung.

/humanizer

[dein Text]

Soll das Ergebnis nach dir klingen, gibst du ihm zwei bis drei Absätze von dir als Probe mit. Der Skill übernimmt dann deinen Satzrhythmus und deine Wortwahl. Nutzt du Claude.ai oder Claude Desktop, lädst du das Repo als ZIP herunter und in den Settings als Skill hoch.

Der lange Gedankenstrich

Sprachmodelle setzen den langen Gedankenstrich deutlich öfter als Menschen, die nicht beruflich schreiben, und oft genau dort, wo ein Mensch ein Komma nimmt. So sieht das aus:

Das Meeting war kurz — und hat trotzdem alles geklärt.

Such in deinem Text nach dem Zeichen und ersetz jedes durch ein Komma, einen Punkt, einen Doppelpunkt oder eine Klammer:

Das Meeting war kurz und hat trotzdem alles geklärt.

In ChatGPT schreibst du zusätzlich in deine Custom Instructions, dass es keine Gedankenstriche nutzen soll. Die neuesten Modelle lassen den Strich immer öfter von selbst weg, ein Text ohne Strich kann also trotzdem von einer AI stammen.

Die Formel „nicht das, sondern das“

Hier tut der Text so, als müsste er einen Irrtum aufklären, den niemand geäußert hat:

Das ist nicht nur ein Kaffee, das ist ein Ritual.

Frag dich beim Lesen, was der Satz eigentlich aussagt, und schreib genau das hin:

Den Kaffee trinke ich jeden Morgen um sieben auf dem Balkon.

Such dafür nach „nicht nur“, „kein“ und „sondern“. Eine echte Richtigstellung darf bleiben, wenn sie etwas korrigiert, das wirklich jemand behauptet hat.

Das große Drama am Schluss

AI hängt gern einen Satz ans Ende, der Bedeutung behauptet und nichts Neues sagt:

Der neue Bürostuhl hat eine verstellbare Lordosenstütze und kostet 400 Euro. Und genau das verändert alles.

Lies den letzten Satz einzeln. Bringt er eine neue Information, bleibt er. Wiederholt er nur den Absatz davor oder sagt dir, wie du den finden sollst, löschst du ihn. Dein Text endet dann beim letzten konkreten Fakt:

Der neue Bürostuhl hat eine verstellbare Lordosenstütze und kostet 400 Euro.

Sätze aus ein, zwei Wörtern

Mehrere Mini-Sätze direkt hintereinander klingen nach Werbespot:

Zwei Menschen. Ein Ziel. Für dich.

Zieh die Reihe zu einem normalen Satz mit einer konkreten Aussage zusammen:

Wir arbeiten zu zweit an deinem Projekt.

Ein einzelner kurzer Satz darf stehen bleiben, solange er eine neue Information trägt.

Der Prompt für ChatGPT oder Claude

Du brauchst dafür keinen Skill. Kopier den Prompt in ChatGPT oder Claude und setz unten deinen Text ein. Der vierte Punkt ist ein eigener Hinweis von mir, der die Reihen aus Mini-Sätzen ausdrücklich abfängt.

Prompt zum Überarbeiten

Überarbeite den Text unten so, dass er klingt, wie ein Mensch schreibt. Inhalt, Fakten, Zahlen und Namen bleiben gleich. Erfinde nichts dazu. Fehlt für einen Satz ein Detail, frag mich danach.

Geh den Text auf diese vier Muster durch:

  1. Lange Gedankenstriche (U+2014) und kurze Gedankenstriche (U+2013) als Satzzeichen: Ersetz jeden durch Komma, Punkt, Doppelpunkt oder Klammer. Bindestriche in Wörtern bleiben.
  2. Formulierungen wie “nicht nur X, sondern Y” oder “das ist kein X, das ist Y”: Schreib direkt, was gemeint ist.
  3. Schlusssätze, die nur Bedeutung behaupten, etwa “Und genau das verändert alles”: Lösch sie. Der Text endet beim letzten konkreten Fakt. Das gilt auch für die Schlusssätze einzelner Absätze.
  4. Reihen aus Sätzen mit ein oder zwei Wörtern, etwa “Zwei Menschen. Ein Ziel. Für dich.”: Mach daraus einen normalen Satz mit einer konkreten Aussage. Ein einzelner kurzer Satz darf bleiben, wenn er eine neue Information trägt.

Gib mir zuerst den überarbeiteten Text aus und danach eine kurze Liste der Stellen, die du geändert hast.

Text: [DEIN TEXT]

Lies das Ergebnis danach einmal laut und gleich Zahlen, Namen und Daten mit deinem Original ab.

Ich baue Systeme, die dir im Alltag Arbeit abnehmen.

Bearbeite deine Videos direkt in deinem Claude Code.

Du nimmst auf, dein System schneidet: Versprecher raus, Untertitel und Grafiken drauf. Ich richte es dir ein und betreue es.

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